Wann handelt es sich bei meinem Tier um einen Notfall?
Notfälle erkennen und richtig handeln!
In Notfällen zählt jede Sekunde, um Ihrem Haustier zu helfen. Vor allem gilt jedoch: Ruhe bewahren und gut abwägen, ob es sich um einen akuten Notfall handelt oder nicht. Aber wann genau liegt ein Notfall vor?
Zu Symptomen, die sofort tierärztlich abgeklärt werden müssen, zählen…
- jegliche Formen von Vergiftungen, wie durch Schokolade, Rattengift oder Putzmittel
- Magendrehungen
- Bewusstseinsverlust
- Hitzschlag
- Krämpfe
- Atemnot
- Unfälle oder Stürze
- Verletzungen des Auges
- Bisswunden
- Knochenbrüche
- plötzliche, starke Veränderungen des Allgemeinzustandes
Es handelt sich um keinen Notfall, wenn…
- es sich um eine kleine Verletzung handelt. Diese können meist von Ihnen selbst oder am nächsten Werktag behandelt werden
- harmlose Infektionskrankheiten, wie ein Husten oder leichter Schnupfen
- leichtes Erbrechen oder Durchfall, der nicht länger als 24 Stunden anhält
Grundsätzlich gilt, die Ruhe zu bewahren und rational abzuwägen, ob es sich um einen Notfall handelt. Sollte Ihr Vierbeiner akute Symptome aufweisen, sollten Sie unverzüglich eine Tierarztpraxis aufsuchen.
Bitte beachten Sie, dass außerhalb der regulären Sprechzeiten eine Notdienstgebühr von 50€ anfällt. Zusätzlich muss für tierärztliche Leistungen im Notdienst mindestens der doppelte Satz der GOT abgerechnet werden.
Röntgen
Röntgen ist eine medizinische Bildgebungstechnik, bei der spezielle Strahlen, sogenannte Röntgenstrahlen, durch den Körper geleitet werden. Diese Strahlen sind unsichtbar für das menschliche Auge. Wenn sie auf den Körper treffen, können sie die verschiedenen Gewebetypen unterschiedlich durchdringen. Knochen absorbieren Röntgenstrahlen stark und erscheinen auf dem Röntgenbild daher weiß, während Weichteile wie Muskeln und Organe weniger Strahlen absorbieren und daher grau oder schwarz erscheinen. Die Röntgenaufnahmen bieten uns einen detaillierten Blick auf die Knochenstruktur Ihres Tieres. Sie helfen bei der Diagnose von Frakturen, Gelenkerkrankungen, Tumoren und anderen orthopädischen Problemen. Darüber hinaus ermöglicht die Röntgendiagnostik die Untersuchung innerer Organe wie Lunge, Herz und Magen-Darm-Trakt. Diese Methode ist schnell, nicht invasiv und bietet präzise Informationen, die für die Planung von weiteren Behandlungsschritten entscheidend sein können.
Dentalröntgen
Viele Zahn-Erkrankungen sind nicht sofort mit bloßem Auge sichtbar, gerade die Resorptiven Läsionen der Katze können starke Schmerzen verursachen, sind aber nur mit einem Dentalröntgen sichtbar.
Diese speziellen Aufnahmen können nur mit einem Dentalröntgen aufgenommen werden, da hier die Möglichkeit besteht, verschiedene Ebenen genauer darzustellen. Zudem ist dadurch, dass wir nur das Gebiss röntgen die Strahlenbelastung für Ihr Tier deutlich niedriger als mit einem Ganzkörper-Röntgengerät.
Das Dentalröntgen ist sehr viel kleiner und mobiler als das stationäre digitale Röntgen, sodass können wir jeden einzelnen Zahn beurteilen und für jeden einzelnen Zahn entscheiden können, welche Therapie sinnvoll ist.
Die Aufnahmen erstellen wir in der Regel bereits im Vorfeld der Zahnsanierung. So stellen wir sicher, der darauffolgenden Behandlung aktuellste Bilder zugrunde legen zu können, wodurch die Narkose für Ihr Tier so schonend und kurz wie möglich gehalten wird.
Ultraschall
Ultraschall ist ein schmerzfreies und nicht-invasives Verfahren, das es uns erlaubt, die inneren Organe und Gewebe Ihres Tieres in Echtzeit zu betrachten. Mit Ultraschallwellen, die durch den Körper geleitet und zurück reflektiert werden, können wir beispielsweise den Zustand von Organen wie Leber, Nieren, Milz und Blase beurteilen. Diese Methode ist besonders nützlich bei der Untersuchung von Weichteilgewebe und ermöglicht es uns, Abnormalitäten wie Tumore oder Entzündungen frühzeitig zu erkennen. Der Ultraschall ist auch während der Trächtigkeit von großer Bedeutung, um die Entwicklung der Föten und den Gesundheitszustand der trächtigen Tiere zu überwachen.
Beide Verfahren werden von unserem spezialisierten Team, das über umfangreiche Erfahrung in der Anwendung dieser Technologien verfügt, durchgeführt. Unsere modernen Geräte gewährleisten eine hohe Bildqualität und ermöglichen eine präzise Diagnose. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen helfen uns, individuelle Behandlungspläne für jedes Tier zu entwickeln, um eine optimale Gesundheit und Lebensqualität sicherzustellen.
Endoskopie
Gegen welche Erkrankungen muss ich meine Katze impfen lassen?
Bei Wohnungskatzen:
- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
Bei Freigängern oder Aufenthalt in einer Tierpension außerdem:
- Tollwut (bei Freigängern)
- Katzenleukämie
- infektiöse Bauchfellentzündung (FIP)
Und gegen was muss ich mein Kaninchen impfen lassen?
- Myxomatose
- RHD 1 & 2 (Chinaseuche)
RHD steht für Rabbit Haemorrhagic Disease (Chinaseuche). Die Erkrankung wird durch ein Virus verursacht. Jahrelang trat in Deutschland nur die Virusvariante RHD 1 auf, seit 2014 breitet sich nun auch die RHD 2 Variante aus. Die Erkrankung wird u.a. durch Zecken, Mücken, kontaminiertes Grünfutter oder durch direkten Kontakt übertragen. Nach einer Infektion kommt es meist innerhalb von 1-3 Tagen zum Tod.
Die bisherigen Impfstoffe decken nur die RHD 1 Variante des Virus ab, deswegen ist es notwendig Kaninchen noch mit einem speziellen RHD 2 Impfstoff zu schützen. Dieser neue Impfstoff liegt uns jetzt vor. Er muss in einem Abstand von mindestens 14 Tagen zu anderen Impfstoffen eingesetzt werden und alle 6 Monate aufgefrischt werden.